Werben auf Xing: Targeting, Kosten, Nutzen

Xing LogoXing ist das verbreitetste Social Network für berufliche Vernetzung im deutschsprachigen Raum. Mit seinen laut eigenen Angaben 6,2 Millionen Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es nicht nur sehr präsent, sondern auch eine starke Konkurrenz für sein amerikanisches Pendant LinkedIn und ein Mitgründ dafür, dass es Letzterem bisher nicht gelungen ist, sich im deutschsprachigen Raum wirklich zu etablieren.

 

Von seinen 6 Millionen Mitgliedern sind 5,2 Millionen in Deutschland ansässig. Für ihren Account zahlen laut Angaben von Xing insgesamt 786 000 Nutzer.

 

Sieht man sich Xings ausführliche Mediadaten an, stellt man fest, dass die Top 3 Branchen der Dienstleistungssektor, die Industrie und die Medienbranche sind. Dies ist nicht sonderlich überraschend, da diese Bezeichnungen recht weit gegriffen sind. Doch es eröffnet auch eine große Zielgruppe. Daher ist das Werben auf Xing längst zur probaten Alternative für Ads in Facebook und anderen Netzwerken geworden – zumal Xing eine große Auswahl an Targeting-Möglichkeiten anbietet, wie Sie im Weiteren feststellen werden.

 

Die drei übergeordneten Kategorien der Werbung auf Xing sind Newsletter-Werbung, Display-Ads sowie Mobile Ads. Darüber hinaus bietet Xing besondere Partnerangebote an, deren Details es auf Anfrage gibt. Im Folgenden liegt der Fokus auf den drei genannten Haupt-Kategorien.

 

Wenig Werbung im Newsletter

Werbung im Xing-Newsletter mit seinen laut eigenen Angaben 3,5 Millionen Empfängern kann auf zwei verschiedene Weisen erfolgen: Als Inbox-Ad im Mailing in einer Größe von 350 x 170 px für den Preis von 55 oder 60 Euro (je nachdem, ob die Platzierung der Ad fest ausgewählt wird oder ob sie in der Run of Site Version an verschiedenen Stellen im Newsletter auftauchen kann – Run of Site ist die günstigere Version) oder als Stand-Alone Mailing. Letzteres gehört zu den “Specials”, daher gibt es Details nur auf Anfrage.

 

Mindestbuchungsvolumen bei Display-Ads

Xing bietet eine ganze Reihe von Display-Ads an, welche je nach Platzierung, Art und Größe entweder feste Tausend-Kontakte-Preise haben oder Tagesfestpreise, die es nur auf Anfrage gibt. Beachten sollte man dringend, dass das Mindestbuchungsvolumen für Display-Ads 5 000 Euro beträgt. Display-Werbung für das eher mäßige Budget ist auf Xing also nicht möglich.

 

Hier eine Übersicht der Display-Ads:

  • Welcome Ad nach dem Log-In: 800 x 600 px, 100 Euro TKP (Tausend-Kontakte-Preis)
  • Wallpaper auf der Startseite: 728 x 90 und 160 x 600 px, Tagesfestpreis auf Anfrage
  • Billboard Ad auf der Startseite: 800 x 250, Tagesfestpreis auf Anfrage
  • Medium Rectangle: 300 x 250 px, 55 Euro TKP Run of Site oder 60 Euro TKP bei gewähltem Umfeld
  • Flash Layer nach dem Versand einer Nachricht: 400 x 400 px, 80 Euro TKP
  • Logout Page: 800 x 600 px, Tagesfestpreis auf Anfrage, maximal 100 Euro TKP

 

Darüber hinaus bietet Xing den “Xing Brand Day” an, an welchem Display-Ads in verschiedenen Größen und an verschiedenen Stellen gewählt werden können. Den Preis gibt es auf Anfrage. Weitere Informationen zu den Display-Ads finden Sie in den Mediadaten von Xing – Achtung, dies ist die aktualisierte Version aus Juni 2013, die veraltete Vorgänger-Version aus Dezember 2012 kursiert ebenfalls noch.

 

Exaktes Zielgruppen-Targeting möglich

Xing bietet die Möglichkeit an, aus acht Targeting-Kategorien beliebig viele auszuwählen, um die eigene Werbung zielgruppenexakt abzustimmen. In der Vorgänger-Version der Mediadaten aus Dezember 2012 war klar ersichtlich, dass pro gewählter Targeting-Kategorie 7,50 Euro zusätzlich anfallen – in der aktuellen Version der Mediadaten fehlt jede Angabe dazu. Ob für die Anpassung an die eigene Zielgruppe noch immer ein Betrag hinzukommt, kann nur auf Anfrage geklärt werden.

 

Die Targeting-Kategorien sind: Geschlecht, Altersgruppe (8 Gruppen, beginnend mit 18 Jahren), Branche (15 zur Auswahl), Region (selbst bestimmbar), Job-Level, Job-Titel (je nach Mitgliederpotential auswählbar), Unternehmensgröße und Interessen der Nutzer.

 

Werben in Mobile-Versionen

Xing bietet eine Android- und iOS-App, welche laut Mediadaten von insgesamt über 0,53 Millionen unique Usern in Deutschland verwendet werden. In beiden kann in den Formaten Interstitial, Sticky Ad und Content Ad geworben werden. Bei den meisten Ads kann zwischen “Umfeld” (also einer festen Platzierung auf bestimmten Seiten) oder “Run of Site” (also wechselnden Platzierungen auf verscheidenen Seiten) gewählt werden.

 

Die Mobile Interstitial Ad kostet 90 Euro TKP für eine Umfeld-Platzierung. Eine Run of Site Version gibt es nicht, dafür kann für 25 Euro TKP-Aufschlag eine Device-Interaktion hinzu gebucht werden.
Die Kosten für eine Mobile Sticky Ad belaufen sich auf 60 Euro TKP für eine Umfeld-Platzierung, 55 Euro Run of Site.
Die Mobile Content App ist für 40 Euro TKP Umfeld, 35 Euro TKP Run of Site zu haben. Auch hier kann eine Device-Interaktion für 25 Euro TKP zusätzlich gebucht werden.

 

Darüber hinaus bietet Xing zwei Video-Formate für ihre Mobile-Verisonen an. Über ein Mindestbuchungsvolumen für die Mobile Ads sagen die Mediadaten nichts aus.

 

Für Inhalte im HTML5-Format sowie für das Targeting bei Mobile Ads (möglich in den Kategorien verfizierte Nutzerdaten, Geotargeting und Mobile Modell/ Mobilfunkanbieter) ist ein Aufschlag in Höhe von 5 bis 7,50 Euro TKP fällig.

 

Wie hoch ist der Nutzen?

Xing hat laut eigenen Angaben einen Anteil von 32% Mitgliedern in höheren Führungspositionen, 26% haben demnach ein Einkommen von 4 000 Euro monatlich und mehr. Gern versucht Xing daher, sich als Karriere-Plattform zu positionieren, auf der man als Nutzer wertvolle Kontakte knüpfen kann – und als Unternehmen einkommensstarke Zielgruppen durch exakt platzierte Werbung erschließen. Durch die Ausrichtung des Netzwerkes auf (möglichst erfolgreich) Berufstätige wird der private Aspekt in den Hintergrund gerückt und Werbung dort könnte sich vor allem im B2B-Bereich lohnen. Dennoch wird Xing auch für den kleinen Schnack am Rande genutzt und bietet eine Vielzahl an Gruppen, die nicht nur professionelle Interessen bedienen. Auch gut platzierte Werbung, die sich an Privatkunden richtet, könnte also effektiv sein – vorausgesetzt, sie lohnt sich bei 5 000 Mindestauftragsvolumen für Display-Ads.


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