Video Seeding: Erfolg durch Likes & Shares

Video Seeding ist ein Ausläufer des Online- (und Content-)Marketing. Die Grundlage: gute Inhalte, die Mehrwert bieten und neu, aufregend, witzig, spannend, interessant sind. Das entsprechende Video soll möglichst weit verbreitet werden, indem es Nutzern gefallen und sie es teilen. Je größer der Kreis der erreichten Personen ist, desto erfolgreicher die Video-Seeding-Kampagne. Dabei steht das beworbene Produkt bspw. das beworbene Unternehmen eher im Hintergrund: Oft sind solche Kampagnen darauf ausgelegt, dass nach kurzer Zeit bereits niemand mehr weiß, woher das Video kommt – es ist einfach um seiner selbst willen sehenswert. Produkte oder Markennamen sind beispielsweise auf Gegenständen im Hintergrund zu sehen oder werden von Protagonisten des Videos verwendet, ohne dass dies in den Vordergrund gerückt würde.

 

Falls Sie eine virale Video-Seeding-Kampagne planen, achten Sie unbedingt darauf, dass der erstellte Inhalt einen Mehrwert hat (und wenn es Witz und Extraorbitanz ist). Bestenfalls hat der Inhalt auch Bezug zu einem aktuellen Thema.

 

Anschließend heißt es, das Video möglichst schnell möglichst weit zu verbreiten. Hierfür existieren sogar eigene Agenturen – nicht ohne Grund, denn ein gutes Netzwerk aus Bloggern und Größen des Social Media ist hierfür essentiell. Besitzen Sie selbst ein solches, gehen Sie vorsichtig an Ihre Kontakte heran – bedrängen Sie sie nicht oder schrecken sie durch ein “Bestechungsangebot” ab. Versuchen Sie besser, eine persönliche Ebene aufzubauen. Sprechen Sie persönlich am Telefon mit Ihren Kontakten, seien Sie offen und freundlich und zeigen sich kooperativ. Hier geht es ums Kontakten.
 


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:
Bad Neighourhood: Achten Sie auf Ihre Server-Umgebung!
Mobile SEO
Pinterest: Netzwerk der Zukunft oder digitales Fast Food?
8 Tools für´s Twitter-Monitoring
7 Tipps für mehr Facebook-Kommentare


 

Teilen Sie Ihre Kampagne auch über (z.B. eigens hierfür angelegte) Social Media Accounts und lassen Sie Ihre Nutzer moderiert diskutieren. Vor allem Plattformen wie Facebook, Twitter und auch Pinterest eignen sich für diesen Zweck sehr gut. Natürlich sollten Sie für Ihre Kampagne auch einen YouTube Channel anlegen oder das Video auf Ihren bereits vorhandenen Channel hochladen – YouTube ist nicht nur eine feste und aus Nutzersicht vertrauenswürdige Größe im Bereich von social Multimedia, sondern liefert zudem verlässlichere Daten als die meisten anderen Video-Plattformen.

 
 
Matt Smith, Co-Gründer der Agentur “The Viral Factory”, berichtete im vergangen Jahr in einem Interview mit Guido Ghedin (Young Digital Lab) von seiner Erfahrung mit der erfolgreichen Video-Seeding-Kampagne seines Auftragnehmers Samsung: In “SSD Angels” haben es sich vier Nerds zur Mission gemacht, die verwundete Beziehung zwischen Nutzern und ihren Computern zu heilen, und reisen zu diesem Zweck in einem Krankenwagen durch Europa.

 

 

Hier das Interview:

Hallo, Matt. Zu allererst: Worauf zielt die Samsung-Kampagne ab?

Hallo! Die Zielgruppe ist eher durch Interesse und geografische Verteilung als durch Demografie bestimmt. Die Kampagne zielt auf Gamer, Technikfans, Upgrader und Modder sowie ein weites Spektrum an Personen mit kreativen Berufen und “power users” ab. Die geografischen Hauptziele sind die USA und Deutschland, an sekundärer Stelle Großbritannien, Frankreich und Italien.

 

Wie haben Sie die Mitglieder des “Nerd-Quartetts” ausgewählt?

Wir haben vier Personen mit bedeutendem Wissen auf dem bestimmten Gebiet ausgewählt: Kevin studiert im Hauptfach Computerwissenschaften an der Stanford University und George ist Entwickler im Bereich “semantische Suchmaschinen”. James war vermutlich derjenige, der am besten in dieses Projekt gepasst hat, denn er arbeitet für GeekOnWheels – ein beliebtes technisches Unterstützungsteam. Dann haben wir noch eine Frau ins Boot geholt: Maddie, die Moderatorin von Ladygeek.tv.

 

Ihre Agentur “The Viral Factory” ist bekannt für unerwartete und überzeichnete Videos, die man als kreative Meisterstücke bezeichnen kann: Man denke nur an die Kampagnen “Trojan Games” oder “Extreme Sheep LED Art”. Im Falle der “SSD Angels”-Kampagne dreht sich alles um die Beziehung von Menschen und ihren Computern. Wie entstand diese Idee? War es ein spezieller Wunsch Ihres Klienten?

Der Grundgedanke war es, beständiges Interesse in die SSD 830 Serie zu wecken – und der größte dargestellte Vorteil, welch starke Verbesserung der Leistung es geben kann, wenn man ein SSD verwendet. Wir präsentierten verschiedene Ideen, die diesen Vorteil auf verschiedene Weisen hervor hoben, und der Klient wählte diese hier aus.

 

Wie wurde dieses Video in die Kommunikation von Samsung in deren sozialen Netzwerken integriert?

Der Film wurde als Inhalt auf den relevanten und beliebten Facebook-Produktseiten gefeatured und auf dem Samsung SSD 830 Video-Channel hochgeladen, wo Samsung-Mitarbeiter in den Kommentaren mit Nutzern interagierten.

 

Das Planziel einer der erfolgreichsten Kampagnen der “Viral Factory”, nämlich “Diesel Safe for Work”, war es, die Nutzer dazu zu bewegen, eine Reihe von Veranstaltungen in der echten Welt zu besuchen. Diese Samsung-Kampagne hingegen beginnt in der echten Welt und verbreitet sich anschließend online viral. Glauben Sie, die Kombination von Online- und Offline-Kommunikation ist inzwischen ein Strukturelement für Marketing-Kampagnen?

Es ist kein grundlegendes Charakteristikum, doch es ist eine Strategie mit steigendem Potenzial. Vor allem aufgrund der Art und Weise, in der die Online- und die Offline-Welt einander durch Geräte wie Handys, Tablets und Netbooks berühren. Die Welt der Online-Kultur wird derzeit immer mehr zum Mainstream, was bedeutet, dass Bezüge zur Online-Kultur plötzlich auch im Bereich der Mainstream-Medien und in der echten Welt auftauchen.

 

Kommen wir zurück zur Kombination mit den sozialen Medien: Glauben Sie, dass soziale Medien den Aufbau von viralen Marketing-Kampagnen beeinflussen oder bereits beeinflusst haben, indem die Aktion des Teilens etwas sehr Einfaches für Millionen von Nutzern wurde?

Ja, absolut. Wie Sie schon sagten, haben es soziale Netzwerke wesentlich einfacher gemacht, etwas zu teilen, und darüber hinaus den Menschen einen Anreiz gegeben, gute oder relevante Inhalte zu teilen, weil ihr soziales Netzwerk sie dafür belohnt – durch Sichtbarkeit und Beliebtheit. Netzwerke wie Facebook verändern auch die Kultur, so dass es ein viel weiter verbreiteter Impuls geworden ist, etwas mit anderen zu teilen. Schließlich ist auch die Geschwindigkeit, mit der sich Kampagnen verteilen, wesentlich höher, dank der Schnelligkeit des Informationsflusses in den sozialen Netzwerken.

 

Vielen Dank für das Interview!

Quelle des Interviews hier.


» 68 Online-Experten über Content Marketing
» Bad Neighbourhood: Achten Sie auf Ihre Server-Umgebung!