Suchmaschinenoptimierung für Spanien

Bereits jetzt rangiert die spanische Sprache im Wettbewerb der meisten Internetnutzer auf dem dritten Platz, dicht an Chinesisch mit 383 Millionen und Englisch mit 478 Millionen. Laut Google existieren derzeit rund 680 Millionen spanischsprachige Webseiten.

Spanische FlaggeZudem hat eine Studie der Association of Spanish Language Academies ergeben, dass im Jahr 2050 voraussichtlich 10% der Weltbevölkerung Spanisch sprechen und die USA das Land mit der größten spanischsprachigen Bevölkerung sein werden. Bereits jetzt ist Spanisch in einigen Staaten der USA, darunter Texas und Kalifornien, bereits offiziell anerkannte Sprache (wenngleich keine Amtssprache).
Untermauert wird dieser Stellenwert von einer Erhebung des Generalsekretäres der Association of Spanish Language Academies, Humberto López Morales: Diese besagt, dass im Schnitt in jeder einzelnen Minute, die vergeht, 2,5 Hispano-Amerikaner in die USA immigrieren – das ergibt 3 700 am Tag.

Diese Vielzahl an spanischsprachigen Einwanderern lernt nicht von heute auf morgen Englisch. So entsteht eine immer größer werdende Hispano-Gemeinschaft in den USA, deren Mitglieder häufig nur gebrochen Englisch sprechen und daher auch im Internet spanische Suchbegriffe eingeben, wenn sie etwas interessiert.

Mehr als genug Gründe für die Optimierung für Spanische Nutzer

Es gibt kaum Argumente, die dagegen sprächen, ihre Webseiten auch für die spanischsprachigen Suchmaschinen wie Google Mexiko, Google Argentinia oder Google Columbia zu optimieren. Dieser Schritt lohnt sich schon für kleinere Unternehmen und die Kosten werden sich rentieren.

Dabei können, je nach Strategie, verschiedene Ziele anvisiert werden: Entweder, deutschsprachige Webseiten werden mit spanischen Komponenten versehen (Spanish Section). Eine andere Möglichkeit ist es, die Webseite generell zweisprachig zu gestalten, dies kann sowohl bei Seiten mit deutscher Domain als auch bei solchen mit einer spanischen Domain (beispielweise .es, .mx oder .dr), die jedoch zum selben Unternehmen gehört, wirksam sein. In letzterem Falle ist es sinnvoll, die Seite auch bei dem Google-Dienst des jeweiligen Landes ranken zu lassen, also z.B. bei Google Mexico mit der Domain .mx.

Handarbeit ist Trumpf

In jedem Fall ist eines wichtig, um Ihren Mitbewerbern voraus zu sein: Verlassen Sie sich nicht auf automatische Übersetzungsmaschinen und investieren Sie in gute Keyword Research. Denn die spanische Sprache kennt viele Dialekte, die sich teils deutlich von der Standardsprache unterscheiden – und im Allgemeinen suchen Nutzer nicht unbedingt in der Standardsprache nach für sie Interessantem, sondern in ihrem Dialekt.

Ein Beispiel: Das Wort “pastel” heißt “Kuchen” im mexikanischen Spanisch. Bestellt man jedoch das gleiche in der Dominikanischen Republik, erhält man ein vollkommen anderes Gericht. Ähnlich mit den Worten “falda” und “pollera” – beides heißt “Rock”, kann jedoch je nach Sprachgebiet (in diesem Fall Uruguay bzw. Argentinien) auch als “Hühnerverkäuferin” verstanden werden. Tappen Sie nicht in solche Fallen!

Dialektgebundene Keywords und gute Übersetzungen

Kennen Sie diese dialektgebundenen Keywords nicht, können Sie Ihre Webseite auch nicht dafür optimieren; und hat Ihre Übersetzungsmaschine nur Begriffe der Standardsprache ausgeworfen, so misslingt die Optimierung.

Gehen Sie also mit Sorgfalt vor: Analysieren und monitoren Sie die dialektgebundenen Keywords in den für Sie als Markt interessanten spanischsprachigen Gebieten, optimieren Sie Ihre Webseite dafür und investieren Sie die Zeit und das Geld in eine professionelle Übersetzung. Diese muss nicht nur den strengen Richtlinien standardsprachlicher Wörterbücher folgen, sondern auch auf einer gewissen Kulturaffinität und einem großen Wissen über die sprachlichen Besonderheiten des Spanischen beruhen.

Es ist nicht zwingend erforderlich, eine eigenständige spanischsprachige Webseite mit entsprechender Länder-Domain zu erstellen. Oft genügen auch Unterseiten, so dass man zunächst auf die deutsche Landingpage gelangt und dann die Sprache wechseln kann, oder aber man verwendet Subdomains. Auf diese Weise können Ihre deutschen Seiten auch von dem Traffic profitieren, der über die spanischen Keywords generiert wird.

Zuviel Optimierung kann schaden

Fest steht allerdings: Sobald spanischsprachige Seiten erstellt wurden, müssen diese zwangsläufig auch optimiert werden. Dabei müssen Sie nicht unbedingt versuchen, mit Ihrer Seite bei Google Mexico zu ranken – es gibt genügend spanischsprachige Nutzer innerhalb Ihrer gewohnten Zielgruppe, die bisher bloß noch nicht durch das Angebot der Sprachauswahl auf Sie Aufmerksam gemacht und konvertiert wurden. Entscheiden Sie entsprechend Ihrer Zielgruppe und deren Verteilung sowie anhand Ihres Budgets, ob es Sinn macht, in ausländischen Google-Diensten zu ranken.

Ebenso müssen Sie nicht für jedes einzelne spanischsprachige Land einzeln optimieren. Legen Sie anhand einer Zielgruppenanalyse fest, auf welche Gebiete Sie sich konzentrieren sollten, diese können auch unabhängig von Landesgrenzen verlaufen (z.B. Katalonien, karibische Dialekte etc.) und gruppieren Sie diese geografisch. So machen Sie es sich einfacher, die häufigsten dialektgebundenen Keywords herauszufinden.

Ranking bei Google.es: Ihre Checkliste

Da das Königreich Spanien jedoch mit rund 47 Millionen Einwohnern einen wichtigen Wirtschaftsfaktor innerhalb der Europäischen Union darstellt und durch seine geografische Nähe zu Deutschland attraktiv als Markt ist, ergibt es für deutsche wie auch internationale Unternehmen durchaus Sinn, sich bei der Suchmaschinenoptimierung auf Google.es zu konzentrieren. Hierfür gibt es einige wirksame Strategien.

  1. Spanischsprachige Unterseiten/ Language Sections/ Subdomains erstellen und professionell übersetzen lassen.
  2. Dialektgebundene Besonderheiten beachten und entsprechende Keywords analysieren.
  3. Generell aktuelle Keywords bei Google.es überwachen.
  4. Mit diesen Keywords bei Google.es ranken.
  5. Hochwertige und durchsuchbare Link-backs mit Hilfe von Google´s Web Crawlers erstellen.
  6. Link-Sichtbarkeit auch in anderen Google-Diensten steigern (.com oder .de, gegebenenfalls in weiteren spanischsprachigen Ländern).
  7. Wann immer möglich, TLDs einbinden.
  8. Regelmäßig Pressemitteilungen unter Verwendung lokal gebräuchlicher Termini veröffentlichen und durch lokale Medien bekannt machen.
  9. Lokal gebräuchliche Termini auch in Meta Tags und Titles einfügen, um das Ranking zu steigern.
  10. Die Google Webmaster Tools nutzen, um möglichst exakt zu planen und vorgehen zu können.


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