Social Commerce - wie Likes, Tweets und Pins Online- und Offline-Verkäufe stärken

Heute wird man kaum noch gefragt, ob man in einem sozialen Netzwerk sei, sondern höchstens, in welchem. Die Nutzung von sozialen Plattformen für den Austausch mit anderen ist Standard und dient längst nicht mehr nur Diskussionen oder dem Teilen von Erfahrungen, sondern oft auch von Produkten. Dieses wünscht man sich, jenes hat man eben gekauft und konnte es direkt über ein Plug-In teilen, und dieses empfiehlt man jemandem, der gerade nach einem Geschenk sucht.

 

Conversion Rate By Source Of E-Commerce Traffic

 

 

Dies schafft ein ideales Klima für Online-Shops und Marken, sich in zunehmendem Maße und immer fokussierter in sozialen Netzwerken zu positionieren und präsentieren. Solche Social Commerce Strategien sind beinah schon überlebenswichtig und können nicht nur Online-, sondern sogar Offline-Verkäufe steigern. Doch wie konvertiert man einen Like, Tweet oder Pin in einen Sale?

 

Die Social Commerce Studie von BI Intelligence betrachtet Unternehmen, denen es erfolgreich gelungen ist, ihre Social Commerce Strategie in tatsächliche Warenverkäufe umzuwandeln und analysiert unter anderem auch, inwiefern das Bilder-Netzwerk Pinterest eine passende Plattform für Social Commerce ist.

 

1. Die Mobile Nutzung nimmt weiter zu

Mit Hilfe von Smartphones und Tablets können Nutzer Preise vergleichen und sich die Produktempfehlungen von Freunden ansehen, wo auch immer sie sich gerade aufhalten. Insgesamt verbringen Nutzer rund 40% der gesamten Zeit, die sie für soziale Netzwerke aufbringen, mit mobilen Versionen von selbigen. Betrachtet man einzelne Netzwerke, steigen diese Zahlen sogar noch: Facebook weist rund 50% mobile Nutzung auf, Pinterest liegt mit 48% nur knapp darunter. Insgesamt sind laut einer Studie der Social Commerce Plattform Addshoppers allein diese beiden sozialen Netzwerke für rund 56% des gesamten, aus sozialen Signalen generierten Handels verantwortlich.

 

 

Social Commerce 2: How many of your Social Media-inspired purchases were via a mobile device?

 

 

Werbung in sozialen Medien bewegtsich weg von tradtionellen Display-Anzeigen. Diese Entwicklung liegt unter anderem darin begründet, dass Unternehmen garantierte Aufmerksamkeit in sozialen Medien möchten. Zusätzlich steigt, wie eben bewiesen, die Nutzung mobiler Endgeräte für die Nutzung von sozialen Netzwerken und für das Online Shopping – und auf kleinen Smartphone-Displays und Tablets, die nur per Berührung gesteuert werden können, sind Display-Anzeigen und Overlays eher störend.

 

2. Das Visual Web nimmt zu

Netzwerke wie Tumblr, Pinterest, Instagram und Wanelo werden zu Sammelsorien von Produkten, die man sich wünscht, empfiehlt, gekauft hat oder die man fern von jeder Absicht einfach schön findet. So entwickeln sich vor allem Netzwerke, die Bilder und Videos in den Vordergrund rücken, zu regelrechten nutzergenerierten Produkt-Katalogen. Durch den Schwerpunkt auf der visuellen Wahrnehmung eignen sich Bilder-Netzwerke wie Pinterest besonders gut für die Verbreitung von Produkten. Pinterest selbst unterstützt diesen Trend durch die kürzliche Einführung der Produkt-Pins, welche den Preis zeigen sowie einen Link zum Online-Shop enthalten, in welchem man das Produkt sofort kaufen kann. Durch die Einführung des Preisalarms, welcher Pinterest-Nutzer benachrichtigt, sobald der Preis eines Produktes gefallen ist, wird dieser Weg zementiert.

 

Social Media Adaption Among U.S. Speciality Retailers

 

Laut einer Studie von Zmags, einem Anbieter für mobile Kataloge, gaben 63% der Online-Shopper an, sie planen die Nutzung von Online-Katalogen. Die gleiche Studie ergab, dass 35% planen, Pinterest für Kaufentscheidungen zu nutzen.

 

3. Die Demographie

Heutige mobil-erfahrene Nutzer zwischen dem Teenager-Alter und den frühen Zwanzigern sind es gewohnt, online zu shoppen und betrachten ihr Smartphone oder Tablet als wichtiges Medium hierfür.

 

Where Pinterest-Influenced Shoppers Discovered An Item They Later Bought In A Physical Store

 

Der Durchschnittsnutzer von Pinterest ist zwischen 30 und 49 Jahren alt – eine Zielgruppe mit beachtlichem, frei verfügbarem Einkommen. Zwischen 80% und 85% sind zudem weiblich; und Marketer wissen, dass es meist Frauen sind, die die Kaufentscheidungen für Kleidung, Dekoration sowie Geschenke für die ganze Familie treffen. Diese drei Produktkategorien sind daher bei Pinterest besonders stark vertreten. Die Hinweise darauf, dass gerade die Nutzung von Pinterest auch die Offline-Verkäufe in lokalen Geschäften ankurbelt, werden immer deutlicher.

 

Dennoch sind einige Herausforderungen zu meistern!

Social Commerce, gleich welchen Geschäftsmodells, muss sich noch besser der Grundregel des traditionellen eCommerce anpassen: Nutzer werden kaufen, wenn ihnen der Kauf möglichst einfach gemacht wird. Dieses grundlegende Prinzip beherrscht Amazon übrigens meisterlich.

 

Average Order Value Varies Depending On Who`s Measuring, But Pinterest Leads

 

Für nur gelegentliche Online-Shopper, die durch Empfehlungen in sozialen Netzwerken auf Online-Shops gelangen, gilt dies umso mehr – denn ihre Kaufabsicht ist fragil und kann sich schnell in Luft auflösen.

 

Solche zerbrechlichen Kaufentscheidungen werden durch viele Zwischenschritte bis zum endgültigen Kauf behindert. Diese Stolpersteine sind derzeit noch in zu vielen Social Commerce Strategien enthalten. Werden sie aus dem Weg geräumt, wird die Strategie noch mehr Erfolg haben.

 

Quelle aller Grafiken auf dieser Seite und der Daten, die dem Text zu Grunde liegen ist BI Intelligence. Die vollständige Studie kann hier bei BI Intelligence herunter geladen werden.



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