SEO-Tags: Wie Nofollow, Robots und Co. Ihnen helfen können

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SEO ist technisch. Dieser Wahrheit muss sich jeder Webmaster früher oder später stellen, wenn er seine Seite über das Einsteiger-Level hinaus optimieren möchte. Denn ein Content Management System zu wählen, die Seite mit Content zu füllen und Backlinks aufzubauen, ist längst nicht alles, was getan werden kann, um das Ranking in Google (und anderen Suchmaschinen, vollständigkeitshalber) zu optimieren.

Tags sind Elemente, die, unsichtbar für den Nutzer, einen Content-Bestandteil beschreiben und zusätzliche Informationen zu ihm angeben. HTML-Tags für die Formatierung von Texten sind auch weniger technisch aufgestellten Webmastern bekannt, beispielsweise das Tag <h1>, welches eine Überschrift formatiert, oder <strong>, welches Text fett erscheinen lässt. Doch Tags können wesentlich mehr, als nur die Formatierung von Texten zu ermöglichen: Mit Hilfe bekannter SEO-Tags und Attribute, zu denen wir im Folgenden noch kommen werden, können Sie den Crawlern der Suchmaschinen Anweisungen geben. Wie? Das erfahren Sie jetzt!

Nofollow-Attribut

Im Gegensatz zu Tags beschreiben Attribute keine Elemente semantisch, sondern ordnen ihnen bestimmte Funktionen zu oder geben Anweisungen. Das Nofollow-Attribut ist eines der bekanntesten Attribute, wobei es inexakter Weise häufig als “Tag” bezeichnet wird. Es wird in einen Link eingefügt, um zu bewirken, dass Crawler diesem nicht folgen und daher weder Linkjuice noch PageRank weitergeben.

Nofollow-Attribut einfügen

Um das Nofollow-Attribut anzuwenden, fügen Sie es schlicht in einen ahref-Link ein:
Aus <a href=”http://www.domain.de/” > Ankertext </a> wird dann <a href=”http://domain.de” title=”Domain” rel=”nofollow” > Ankertext </a>.

Einsatzmöglichkeiten

So inflationär, wie Google es vorschlägt, muss das Nofollow-Attribut nicht zwangsläufig angewandt werden. Links in Advertorials sind ihrem Sinn nach immer mit dem Nofollow-Attribut versehen, bei anderen gesponsorten Posts oder Links sollte eine Absprache mit dem Advertiser erfolgen. Zusätzlich empfiehlt sich das Nofollow-Attribut besonders für (Spam-)Kommentare, User Generated Content, Beiträge, bei denen die Links keine Empfehlung darstellen sollen und Links zu nicht vertrauenswürdigen oder nicht themenrelevanten Seiten.

Wozu?

Das Nofollow-Attribut wurde 2005 von Google eingeführt – ursprünglich, um Kommentar-Spam zu bekämpfen. Heute ist das Nofollow-Attribut quasi Googles Universal-Antwort, wenn Webmaster fragen, ob Links schädlich sein können. Dabei sollen laut Google prinzipiell alle nicht organisch und freiwillig entstandenen Links mit dem Nofollow-Attribut versehen werden: Gekaufte Links (schließlich ist auch Google klar, dass es diese gibt), Links zu Sponsoren und Auftraggebern, Links in Pressemitteilungen, Links in Advertorials und sponsored Blogposts und so weiter.

In Googles Beitrag zur Einführung des Nofollow-Attributes aus 2005 heißt es:
(…) von Google über diese Links kein PageRank und kein Ankertext übermittelt wird. Kurz: Bei Verwendung von nofollow werden die Ziellinks nicht für unsere Gesamtdarstellung des Webs berücksichtigt. Allerdings werden die Zielseiten weiterhin in unserem Index aufgeführt, wenn von anderen Websites darauf verlinkt wird, ohne dass nofollow verwendet wird, oder wenn die URLs Google in Form einer XML-Sitemap übermittelt werden. Auch ist zu beachten, dass nofollow von anderen Suchmaschinen möglicherweise nicht in gleicher Weise behandelt wird.


Robots.txt

Die Aussage “Sperr’ es mit robots” ist geflügelt in der Welt der Suchmaschinenoptimierung. Dabei ist auch sie nicht völlig korrekt formuliert: Die Textdatei robots.txt selbst sperrt nichts, sie ist nur ein Behältnis für Anweisungen an den Crawler. Daher können verschiedene Anweisungen in sie aufgenommen werden, auch parallel:

Anweisung “Disallow”: Sie sperrt einen festgelegten Pfad für die Indexierung durch Google. Gecrawlt wird sie dennoch.

Anweisung “Sitemaps Location”: Sie teilt dem Crawler mit, wo sich die Sitemap der Seite befindet. Dadurch geht die Indexierung zügiger voran.

 

Die robots.txt-Datei wurde 1994 von einer unabhängigen Gruppierung von Webmastern eingeführt und basiert auf dem Robots Exclusion Standard Protokoll. Seitdem hat sich die Technik so weit verbreitet, dass sie heute als Quasi-Standard anerkannt ist.

Eine Übersicht über Anwendungsmöglichkeiten der Robots.txt-Datei gibt es hier.

 

Nutzen der Robots.txt-Datei

Nicht jede Seite sollte ranken. Während Landingpages, Produkt- und Kategorieseiten sowie einzelne Blogposts natürlich möglichst gut ranken sollten, macht dies beispielsweise bei gefilterten Seiten oder unfertigen Landingpages wenig Sinn. Einige Webmaster schützen auch ihr Impressum davor, in den Suchergebnissen zu erscheinen.

 

Meta-Tag “Noindex”

Das “Noindex”-Tag bewirkt, ähnlich wie das “Disallow” in der Robots.txt-Datei, dass eine Seite nicht indexiert wird. Allerdings ist es vielfältiger einsetzbar: Erstens benötigt es keine Textdatei als “Behältnis”, sondern kann direkt ins HTML einer Seite eingefügt werden.

Der Befehl hierfür lautet:

<meta name=”robots” content=”noindex”>

Das Noindex-Tag ist ein Inline-Tag, es bedarf also keinen schließenden Tags. Es wird im HTML in den Header eingefügt oder, in pdf-Dokumenten und Videos, in den HTTP-Header.

Das Noindex-Tag lässt sich auch mit dem Nofollow-Tag kombinieren, welches somit ebenfalls im Header von HTTP-Elementen oder direkt im HTML stehen kann:

<meta name=”robots” content=”noindex, nofollow”>

Wirkung des “Noindex”-Tags

Wie bereits gesagt, bewirkt das “Noindex”-Tag, dass eine Seite oder ein Dokument nicht indexiert wird. Dies kann bei Videos, die nicht Ihre eigenen sind, bei nicht zeitlich unbegrenzt geltenden pdf-Dokumenten oder Fehler-Seiten (wie 404-Seiten) Sinn ergeben.

Diese Tags und Attribute sind von grundlegender Bedeutung für Webmaster, die ihre Seite für Suchmaschinen optimieren möchten. Denn “Optimieren” bedeutet nicht nur, das Ranking einzelner Seiten zu stärken, sondern auch, solche Seiten und Links nicht indexieren bzw. ihnen folgen zu lassen, bei denen es keinen Vorteil mit sich brächte oder gar schädlich wäre.



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