Lokales SEO und Google+

Vor kurzer Zeit hat Google seinen Dienst Places , der bei entsprechenden lokalen Suchanfragen auf eigenen Seiten lokale Unternehmen dargestellt hat, mit seinem hauseigenen Netzwerk Google+ verbunden. Dabei heraus kam Google+ Local, ein weiterer Schritt in Richtung lokale Suche.

 

Bereits heute zeigt Google in den USA bei einer lokalen Suche das nächstgelegene Restaurant, die nächstgelegene Tankstelle oder den nächsten Supermarkt an erster Stelle eines Karussells ganz oben in den Suchergebnissen an. Anhand von Geo-Targeting und der IP-Adresse wird ermittelt, wo der Nutzer sich gerade aufhält, der beispielsweise “Italienisches Restaurant” googlet, und ihm werden primär Restaurants in seiner Umgebung angezeigt. Geht Google diesen Weg weiter, wird lokales SEO vermutlich einer der wichtigsten Faktoren für die Betreiber von Ladengeschäften, unabhängig von deren Größe.

 

Varianten der lokalen Suchergebnisse

Es existieren verschiedene Möglichkeiten, in der lokalen Google-Suche angezeigt zu werden. Zum einen gibt es die so genannten 7-Packs – eine Liste von sieben Unternehmen als Ergebnis einer lokalen Suche. Häufig erscheint ein 7-Pack bei einer Branchensuche, also beispielsweise bei der Suchanfrage “Schlüsseldienst”. Eine Aggregation zu einem 7-Pack wird durch den ersten organischen Treffer ausgelöst, mit dem eine Google+ Seite verknüpft ist. So erklärt sich auch die unterschiedliche Platzierung der Packs. Daneben gibt es 2- und 3-Packs, die ebenfalls oft in einer Suche nach Branchen auftauchen und nicht vom organischen Ranking abhängen. Auch die Google OneBox ist eine Möglichkeit, lokale Unternehmen in einer lokalen Suche darzustellen – hier wird von einem Unternehmen sowohl Adresse, Telefonnummer und teils auch Mega-Sitelinks (eine große Anzahl an Sitelinks) in der organischen Suche als auch eine Box mit der Map, den Öffnungszeiten, Anfahrtsbeschreibungen, Fotos und dem Link zur Google+ Seite angezeigt.

 

Dass die eigene Google+ Seite in den Suchergebnissen erscheint – was wünschenswert ist, sofern sie gut gestaltet ist und gepflegt wird, vor allem Links zu anderen sozialen Netzwerken, dem Blog und der Webseite sind hier wichtig. Diese Präsentation der WinLocal GmbH gibt weitere Informationen.

 

Google+ Seiten ranken in lokaler Suche

Es wurde bereits mehrfach von SEOs beobachtet, dass Google+ Local Seiten in den lokalen Suchergebnissen ranken – auch, wenn Unternehmen oder Orte (wie Einkaufszentren, Sehenswürdigkeiten usw.) keine solche Seite angelegt haben. Selbst für Orte, über die es kaum oder keine Informationen gibt, werden teilweise automatisch Google+ Local Seiten angelegt – die dann zwar existieren und ranken, doch keinen echten Informationsgehalt haben.

 

Versucht Google, sein Netzwerk und das daran angeschlossene Local auf diese Weise zu pushen? Drängen Google+ Seiten gar bald die organischen Suchergebnisse zurück?

 

Fallstudie zum Einfluss von Google+ auf die lokale Suche

Der amerikanische SEO Bill Sebald hat sich die gleiche Frage gestellt und hierzu eine Fallstudie vorgestellt: Für eine Bekannte, eine Hochzeitsfotografin, erarbeitete er ein Konzept, welches SEO und Social Media vereinte und sich speziell auf die lokale Suche konzentrierte, da sich die Fotografin in Philadelphia einen Namen machen wollte.

 

Zunächst legten Sebald und seine Bekannte einen Blog sowie eine Google+ Seite an. Anschließend steckte Sebald folgende Ziele: Je mindestens 5 Shares und unique Status-Updates bzw. Blogposts pro Woche, der Aufbau von Citation, 10 Interaktionen auf relevanten Google+ Seiten, den Traffic von Google+ auf den Blog leiten und umgekehrt, schnell und mit Mehrwert auf Kommentare und Anregungen antworten, vorsichtig den Service promoten.

 

Nun wurde noch ein Authorship eingerichtet – nach drei Wochen wurde auch das Portrait der Fotografin in den Suchergebnissen angezeigt. Monate lang tat sich nichts. Die Fotografin teilte Beiträge auf Google+ und spiegelte alles, was sie dort veröffentlichte, auch in Facebook. Doch sie erschien nicht in den Packs in lokalen Suchanfragen, erhielt kaum Traffic und Verweise auf ihre Google+ Seite. Dieser Umstand besorgte und stresste sie bereits, doch dann, nach einigen Monaten, begannen einige Follower, ihre Beiträge zu teilen. So wurden mehr Nutzer auf sie aufmerksam und nahmen sie in ihre Kreise auf. Wenig später hatten 29 Personen sie in ihren Kreisen – nur zwei Monate später waren es 2000. Nun wussten die beiden, was die Nutzer am häufigsten teilten, und fuhren damit fort, solche Beiträge zu kreieren. Die Fotografin wurde eine Marke auf Google+. Zusätzlich bat sie Kunden darum, sie auf ihrer Google+ Local Seite zu bewerten.

 

Insgesamt erhielt die Fotografin einige organische Links und Traffic zu ihrem Blog. Langsam stiegen die Visits, während die Bounce Rate niedrig blieb. So wurde ihre Google+ Seite zu einem lebendigen, sozialen Part ihres beruflichen Auftretens und sorgte dafür, dass sie schließlich auch in den lokalen Suchergebnissen erfolgreicher war.

 

Das lokale Ranking ist insgesamt sinnvoll für Unternehmen mit Ladengeschäften, die ihre Reichweite vergrößern und ihre Sichtbarkeit in der lokalen Suche erhöhen möchten. Das eben behandelte Fallbeispiel zeigt, dass Google+ Seiten hierfür eine sinnvolle Unterstützung sind, wenn sie richtig gepflegt werden. Es bedarf etwas Mühe und einiger Zeit, bis die Arbeit an dieser Google+ Seite in Verbindung mit anderen Maßnahmen zur Steigerung der Sichtbarkeit beitragen, doch es rentiert sich mit hoher Wahrscheinlichkeit.

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