Wie Sie erfolgreich Ihre Absprungrate reduzieren

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Suchmaschinenoptimierung ist viel mehr als nur Linkaufbau, denn immer stärker achtet Google auch auf andere Faktoren, wie zum Beispiel der Absprungrate einer Seite oder eben auch die Verweildauer. Heute möchte ich über die Reduzierung der Absprungrate, der sogenannten “Bouncerate” schreiben, was letztlich auch mit in das Ranking bei Google einfließt.

 

Die Absprungrate beschreibt den prozentuellen Anteil aller Besucher, der eine Seite wieder verlässt, ohne eine andere Unterseite der Domain aufzurufen. Das bedeutet, dass wenn die Absprungrate 70% beträgt, 70% aller Besucher die Domain besucht haben, aber keine zweite Unterseite aufgerufen haben.

 

Doch warum ist die Absprungrate so wichtig? Die Absprungrate verrät uns und Google, ob ein Nutzer eine zweite Seite aufgerufen hat. Das passiert in der Regel nicht, wenn eine Seite viel zu lange zum laden braucht, nicht die gesuchten Inhalte anbietet, mit Werbung überladen ist oder eben unseriös wirkt.

 

Gründe für eine hohe Absprungrate

Es gibt verschiedene Gründe für eine hohe Absprungrate, die ich kurz mal ankratzen und zum Nachdenken anregen möchte.

 

1) Die Webseite wirkt unseriös und das Layout schreckt ab

Gar nicht mal so selten kommt es vor, dass ein Besucher die Seite sofort wieder verlässt, wenn die Webseite auf den ersten Blick unseriös bzw. das Layout einer Webseite die Besucher abschreckt. Kleine Änderungen können hier schon häufig etwas bewirken, sinn macht es aber, sich das gesamte Layout anzuschauen und Benutzerfreundlicher und Seriöser zu gestalten.

 

2) Zu viel Werbung

Ein sehr häufiger Grund für eine zu hohe Absprungrate ist zu aufdringliche und zu viel Werbung. Layerads und Popups zum Beispiel garantieren hohe Absprungraten und schrecken die Besucher schneller ab, als es dem Nutzer selber lieb ist.

 

3) Schlechte Inhalte

Schlechte Inhalte sind auch ein sehr häufiger Grund dafür, dass Besucher abspringen, ohne eine zweite oder mehrere Unterseiten einer Domain aufzurufen. Wenn der Nutzer nicht direkt findet was er sucht, startet er gleich die nächste Suche über Google.

 

4) Verwirrende Navigation

Ein Benutzer kann auch nur dann weitere Unterseiten aufrufen, wenn er die Möglichkeit dazu hat und sich zurechtfindet. Die Navigation ist genau so ein Punkt, bei dem sich der Nutzer zurechtfinden muss, damit er auch andere Seiten aufrufen kann.

 

5) Zu lange Ladezeiten

Wenn eine einzige Unterseite der Domain schon viel zu lange zum laden braucht, wird ein Besucher nicht noch einmal eine lange Ladezeit in Kauf nehmen, ergo keine weiteren Unterseiten der Domain laden.

 

Hat die Absprungrate direkten Einfluss auf das Ranking?

Nun, die Absprungrate gibt – wie schon weiter oben im Artikel erwähnt – einen Einblick in die Qualität der Seite. Das ist aber auch nicht immer der Fall. Sagen wir mal, Nutzer A hat ein Problem mit seinem Smartphone und sucht im Internet danach. Er landet auf unserer Webseite, findet eine Anleitung zum beheben des Problems und verschwindet wieder. Der Nutzer, der für uns zum Besucher wurde, hat nur eine einzige Seite aufgerufen und somit die Absprungrate wieder erhöht. Aber wir haben dem Benutzer die Inhalte gegeben, die er haben wollte und für ihn die relevant waren.

 

Hat Google das jetzt gemerkt? Ich bin der Meinung, dass Google dass schon an der Besuchsdauer des Nutzers erkennen kann. Wieso sollte ein Besucher lange auf der Webseite bleiben, wenn er nicht genau das findet, was er auch gesucht hat? Auch wenn er nur eine einzige Seite aufgerufen hat, so gleicht sich dies mit seiner Besuchsdauer wieder aus.

 

Es scheint also nur logisch zu sein, die Absprungrate, aber auch die Besuchsdauer, mit ins Ranking einfließen zu lassen. Wie tief Google aber in die User-Daten hinein geht, weiß niemand. Wie sehr der Einfluss der Absprungrate auf das Ranking ist, ebenfalls nicht. Schaden tut es aber nicht, wenn man sich um eine niedrige Absprungrate kümmert. Zudem kommt hinzu, dass Google immer wieder versucht minderwertige Seiten aus dem Index zu spülen. Und was ist minderwertiger als Seiten, die so Benutzerunfreundlich sind und daher eine hohe Absprungrate haben?

 

Wie Sie Ihre Absprungrate reduzieren können

Es kann immer vom Vorteil sein, die Absprungrate zu reduzieren, denn dass spricht für Qualität, die man selber auf der Webseite anbietet. Wenn Ihre Absprungrate zu hoch ist, sollten Sie unbedingt dieses Problem angehen und versuchen, die Absprungrate zu reduzieren.

 

Dazu müssen Sie erstmal schauen, welche Seiten für Ihre hohe Absprungrate verantwortlich ist. Da ich für das Tracking meiner Besucher auf Google Analytics setze, zeige ich Ihnen am Beispiel des Google-Systems, wie Sie herausfinden, welche Seiten besonders hohe Absprungraten haben.

 

Hier finden Sie detaillierte Informationen zur AbsprungrateKlicken Sie im – eingeloggten – Analytics-Account dazu in der linken Navigationsspalte auf “Content” (1) und anschließend auf “Website-Content” (2). Es öffnet sich ein weiteres Drop-Down-Menü, in dem Sie auf “Alle Seiten” (3) klicken. Dann bekommen Sie für Ihre ausgewählte Domain entsprechende URLs mit Seitenaufrufen, durchschnittlicher Besuchszeit und einigen Daten mehr angezeigt. Diese Daten sind für uns wichtig, denn dort finden wir auch die Seiten, die die höchste Absprungrate vorweisen. Diese müssen wir uns genauer anschauen. Das Problem ist, dass die Seiten erst einmal nach Seitenaufrufen sortiert sind. Das können wir aber mit einem Klick auf “Absprungrate” (4) ändern. Dann sortiert sich die Tabelle komplett anders und es werden uns je nach Sortierung die URLs zuerst angezeigt, die eine hohe oder eine niedrige Bouncerate haben. Ich empfehle, die höchsten Werte immer an den Anfang der Tabelle zu setzen, da Sie sonst auf die letzte Seite des Berichts wechseln müssen.

Ansprungrate in Google Analytics sortieren

 

Je nach Webseite werden uns auch völlig irrelevante Seiten angezeigt. In unserem Beispiel wird so etwas angezeigt, weshalb ich noch eine Filter über die Ergebnisse lege. Mit diesem Filter, den man sich je nach Situation und Webseite anpassen sollte, teile ich Google mit, welche Ergebnisse ich ausschließen bzw. einschließen möchte. In meinem Beispiel lasse ich mir nur Unterseiten anzeigen, die genau oder mehr als 200 eindeutige Besucher in den letzten 30 Tagen haben.

Filter einstellen in Google Analytics

 

Und schon sieht mein Ergebnis bzw. die Tabelle komplett anders aus. Mit diesen Daten lässt sich deutlich besser arbeiten, da ich keine Seiten habe, auf die normale Nutzer nicht kommen, sondern die, die häufig angeklickt werden aber zu hohe Absprungraten haben.

Die Absprungrate und dazugehörige URLS

 

Nun habe ich die Seiten gefunden, die meine Absprungrate bzw. die meiner Webseite in die höhe treiben. Nun muss ich schauen, woran es liegt bzw. versuchen, den Nutzer bessere Inhalte zu bieten, das Layout der Seite vielleicht zu überarbeiten und generell schauen, dass der Nutzer eine zweite Seite anklickt.

 

Es gibt viele verschiedene Gründe, weshalb ein Nutzer eine Seite nach dem ersten mal öffnen wieder verlässt. Wie man seine Absprungrate erhöhen kann, habe ich nachfolgend mal in einer Liste verpackt.

 

1) Interne Links anbieten

Besucher können auch nur dann weitere Seiten anbieten, wenn interne Links angeboten werden, also Links zu weiteren Unterseiten. Dabei sollten die Links nicht nur ansprechend gestaltet und formuliert sein, sondern eben auch relevant für den Nutzer sein. Ist ein Besucher zum Beispiel auf einer Seite zum Thema Kreditkarte, macht eine Verlinkung nach folgenden Muster weniger Sinn:

 

Kreditkarten – Kreditkarten kostenlos – Kreditkartenvergleich – Kreditkarte bestellen


Ansprechender und viel informativer formuliert ist dann wohl eher eine solche Verlinkung:

Welche Kreditkarten gibt es? – Kreditkarte verloren, was tun? – Wie teuer sind die unterschiedlichen Kreditkarte? – Wo bekomme ich eine Kreditkarte her?


So schaffe ich es auch, dem Nutzer direkt Informationen zu bieten, was er hinter dem Link zu erwarten hat. Die Chance, dass er eine weitere Seite aufruft, ist hoch.

 

Die internen Links können innerhalb des Fließtextes untergebracht werden, können aber auch zwischen den Absätzen als “Empfehlung” untergebracht werden. Es gibt viele Möglichkeiten, ähnliche oder relevante Inhalte anzuzeigen und präsent zu platzieren, ohne dass sie stören.

 

2) Übermäßige Werbung entfernen

Werbung bringt zwar Geld, kann aber auch die Besucher verärgern. Besonders, wenn die Werbung viel zu aufdringlich ist, wild in allen Farben blinkt, Popups geöffnet werden und Musik abgespielt wird. Nerviger geht es nicht – dass wird auch der Nutzer wissen und die Seite sofort wieder schließen.

 

Werbung sollte dezent eingebaut werden, damit der Nutzer nicht großartig gestört wird. Auch wenn die Werbung Geld einbringt, bringt sie nichts, wenn die Benutzer verärgert sind und nicht mehr auf die Seite kommen.

 

3) Ladezeit reduzieren

Eine schnelle Webseite ist Benutzerfreundlich und spricht für sich. Wenn ich wüsste, dass eine Webseite lange zum laden braucht, würde ich mir zwei mal überlegen, ob ich die Wartezeit in Kauf nehme und noch eine weitere Unterseite öffne. Daher empfehle ich, die Seitenladezeit so gering wie möglich zu halten.

 

4) Inhalte überarbeiten

Sind Sie sich sicher, dass Sie genau die Inhalte anbieten, die man auch hinter dem Titel vermutet, oder die der Nutzer sucht? Schauen Sie sich ruhig die Webseiten Ihrer Mitbewerber an und was diese für Inhalte anbieten.

 

Merkt ein Nutzer, dass er nicht genau die Inhalte bekommt, die er gesucht hat, verlässt er die Seite wieder und beginnt seine Suche von vorne. Stellen Sie dem Nutzer also die passenden Inhalte bereit, damit er bei Ihnen zufrieden ist.

 

Zum Inhalt gehört natürlich auch die Überschrift. Ist diese Ansprechend genug gestaltet? Könnten Sie eine bessere Überschrift finden und dem Nutzer so direkt sagen, dass er die richtigen Inhalte auf Ihrer Seite findet?

 

5) Ihre Navigation

Schauen Sie sich auch Ihre Navigation an und versuchen Sie diese auch zu verbessern. Vielleicht ist es einfach nur die Beschriftung der einzelnen Navigationspunkte, vielleicht ist es aber auch die Struktur. Auch hier können Sie sich von Ihrer Konkurrenz inspirieren lassen.

 

Messen und testen

Nachdem Sie Ihre Webseite bzw. die entsprechenden Unterseiten umgebaut haben, sollten Sie schauen, wie sich Ihre Absprungrate verändert – wenn diese sich überhaupt verändert. Glauben Sie nicht, dass die Absprungrate sich innerhalb eines Tages drastisch verändern wird, sondern geben Sie Ihrer Webseite 2-3 Wochen Zeit.

 

Wichtig ist eben nur, dass Sie die Werte auch auf dem Schirm haben und sich anschauen, besonders von den URLs, die Sie bearbeitet haben. Haben sich die Werte kaum bis gar nicht verändert, testen Sie, ob Sie mit anderen Inhalten, anderen internen Verlinkungen und weiteren Änderungen mehr Erfolg haben.

 

Es gibt viele Möglichkeiten, den Nutzer auf eine zweite Seite zu locken und mit noch mehr Informationen zu füttern. Sie müssen nur kreativ genug sein und dem Nutzer etwas bieten.

 

Fazit

Nach mehr als 1600 Wörter sind wir endlich am Ende angelangt und Sie können sich sofort an die Arbeit machen, Ihre eigenen Daten analysieren und Ihre Webseite weiter optimieren! Google wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Absprungrate mit ins Ranking einfließen lassen, was für Sie ein weiterer Grund sein sollte, die eigenen Werte zu optimieren. Im Grunde gibt es viele Möglichkeiten, die Bouncerate zu reduzieren, welche aber auch erst einmal gefunden werden sollen. Mit einer internen Verlinkung und einer optimierten Navigation ist man hier schon auf dem richtigen Weg.



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