Diese Backlinks könnten Ihrem Ranking schaden

Für gewöhnlich freuen sich Webmaster darüber, wenn andere auf sie verlinken, da diese Backlinks das Ranking der eigenen Seite stärken und damit die Sichtbarkeit erhöhen. Doch nicht in jedem Fall sind Backlinks gut – in den vergangenen Jahren hat Google seinen Algorithmus immer mehr darauf abgestimmt, dass auch berücksichtigt wird, wie die verlinkende Seite beschaffen ist.  Einige Arten von Webseiten sind selbst im Visier Googles und schaden Ihnen daher potentiell, wenn sie auf Sie verlinken. Welche Seiten dies sind und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie im Folgenden.

 

Links von Linkfarmen und reinen Artikeltausch-Blogs

Linkfarmen sind Webseiten, die nur dafür angelegt wurden, Links zu einer oder mehrerer Webseiten zu sammeln, um so das Ranking der letztgenannten Webseite in Suchmaschinen zu stärken. In welchem Maße dieser Trick nach den Google-Algorithmus-Updates noch funktioniert, ist nicht klar, doch noch immer existieren solche Linkfarmen. Links von solchen Seiten können Ihrer Webseite schaden, indem Google aufgrund der minderwertigen Backlinks, die auf Sie verweisen, annimmt, Ihre Seite sei ebenfalls minderwertig.
Ähnliches gilt für reine Artikeltausch-Blogs. Hier werden Webseiten und Blogs für den Zweck angelegt, auf andere Webseiten zu verlinken, wenn diese wiederum auf eine meiner Webseiten verlinken. Beispielsweise betreibe ich einen Online-Shop beispielshop.com und einen Blog beispielblog.de. Nun verlinke ich von beispielblog.de auf eine Webseite xy.de, während diese im Gegenzug auf meinen Shop beispielshop.com verlinkt. So entstehen Netzwerke, mit deren Hilfe Links getauscht werden können. Natürlich können an diesen Netzwerken auch weit mehr als drei Webseiten teilnehmen.

 

Was Sie dagegen tun können: Zunächst sollten Sie die betreffenden Webmaster anschreiben und nachfragen, ob die Links zu Ihnen nicht entfernt werden könnten. Falls dies nichts nutzt, sollten Sie die entsprechenden Links mit Hilfe des Google Disavow-Tools entwerten. So teilen Sie Google mit, dass diese Backlinks nicht für Ihr Ranking und die Einschätzung Ihrer Seite gewertet werden sollen.

 

Links von Spam- und Blackhat-Blogs

Spam-Blogs dienen nur der Weitergabe von Werbung an den Nutzer – dies möchte Google natürlich verhindern, da das Grundprinzip der Suchmaschine ist, dass seine Nutzer Seiten mit Mehrwert finden. Daher versucht Google, mit allen Mitteln gegen Spam-Blogs vorzugehen und kann unter Umständen auch Seiten abstrafen, die mit solchen Spam-Blogs in Verbindung stehen.

 

Gleiches gilt für Blackhat-Blogs, also solche Blogs, die Methoden anwenden, welche gegen die Webmaster-Richtlinien von Google verstoßen. Zu solchen Maßnahmen gehört das Cloaking (dem Nutzer wird unter gleicher URL eine andere Seite ausgegeben als der Suchmaschine), versteckte Texte (z.B. weiße Texte auf weißem Hintergrund oder solche, die mit Hilfe von Programmiersprachen vor Nutzern versteckt werden), Keyword Stuffing (die übermäßige Verwendung von Keywords auf einer Seite), Doorways (Seiten, von denen aus man sofort weitergeleitet wird) u.v.m.

 

Auch bei Links von solchen Spam- oder Blackhat-Blogs sollten Sie als betroffener Webmaster zunächst die Seitenbetreiber anschreiben und um Entfernung der Links bitten. Hilft dies nicht, ist das Disavow-Tool auch hier das Mittel der Wahl.

Links von Seiten unpassender Branchen

Es wäre wohl eher ungünstig für Ihre Webseite, die einen Verein repräsentieren soll, wenn Sie plötzlich eine größere Anzahl an Links von Adult-Seiten auf Ihre feststellen. Ebenso unpassend kann es jedoch sein, wenn ein Chemie-Fabrikant auf die Seite eines Bio-Bauernhofes verlinkt.

 

Solchen unerwünschten Verlinkungen können Sie ebenfalls mit Hilfe der bereits angesprochenen Maßnahmen begegnen: Zunächst versuchen, die Webmaster anzusprechen, ggf. das Disavow-Tool verwenden. Ist Ihre Seite bereits negativ betroffen, können Sie nach diesen beiden Maßnahmen eine Reconsideration Request stellen.

 

Links von Seiten, die selbst abgestraft wurden

Die Algorithmen und manuellen Abstrafungen Googles dienen dazu, die Suchergebnisse möglichst von Spam, Blackhat-Blogs, Linkfarmen und Linktausch-Seiten frei zu halten. Doch auch Maßnahmen, welche Sie nicht in die Richtung Spam oder Blackhat einordnen würden, können zu einer Abstrafung führen – beispielsweise Spam aus Kommentaren und Gästebuch-Einträgen auf Ihrer eigenen Webseite, eine große Anzahl schlechter Backlinks, die auf Sie verweisen, oder Content, welchen Google als dünn und minderwertig betrachtet oder welcher aus verschiedenen Quellen zusammengefügt wurde, ohne dass ein reeller Nutzen für den Leser vorhanden wäre.

 

Ist eine Seite einmal abgestraft worden, beispielsweise in der Art, dass sie im Ranking für bestimmte Keywords um viele Suchergebnis-Seiten nach hinten verschoben oder das Ranking auf bestimmte Keywords gänzlich gesperrt wurde, dann ist es möglich, dass auch von dieser Seite verlinkte Webseiten in Mitleidenschaft gezogen werden.

 

Der beste Weg, dies zu verhindern, besteht zunächst in einem regelmäßigen Monitoring der Backlinks, die auf Sie verweisen. Nur so kann es Ihnen auffallen, wenn plötzlich Backlinks von Spam-, Porno- oder sonstigen unerwünschten Seiten auf Sie verlinken, bevor es zu spät ist.

 

Anschließend können Sie zunächst die Webmaster zur Bereinigung auffordern und die schlechten Backlinks mit Hilfe des Disavow-Tools entwerten. Falls Ihre Seite bereits einen Rankingverlust erlitten hat, welcher auf Backlinks zurückzuführen ist (in diesem Fall erhalten Sie eine Nachricht in den Webmaster Tools), sollten Sie Maßnahmen treffen, um die schlechten Backlinks zu entfernen und anschließend eine Reconsideration Request einreichen.

 

Generell alles, was die positive Erfahrung von Nutzern mit der Suchmaschine mindert, steht auf Googles “Abschussliste”. Viele Linkaufbau-Agenturen, wie zum Beispiel Linkhammer, wissen inzwischen aber, wie der perfekte Link aussieht. Der beste Weg, um dieser zu entgehen, ist hochwertiger Content und ein ehrliches Interesse daran, den Nutzer zu informieren statt ihn zu täuschen. Solange Sie diesen Grundsätzen folgen, werden auch einige schlechte Backlinks vermutlich keine starken, negativen Folgen für Sie haben – nur, wenn die Anzahl dieser steigt und ein nicht mehr tollerierbares Maß erreicht, sollten Sie tätig werden. Der erste Weg besteht immer im Versuch, die Links entfernen zu lassen – sollte dies nicht funktionieren, ist das Disavow-Tool eine nützliche Hilfe. In jedem Fall gilt: Bleiben Sie ruhig und besonnen. Eine große, hochwertige Webseite wird nicht von einigen Dutzend schlechten Backlinks herabgesetzt werden.



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