Die 11 häufigsten SEO-Fehler bei Online-Shops

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Viele Online-Händler glauben, einfach möglichst viele Produkte aufzulisten, würde ausreichen, um hohen Traffic zu generieren. Doch dies ist ein weit verbreiteter Irrtum.

Wie man es jedoch richtig macht, ist sehr schwer zu sagen. SEO für Online-Shops ist ein diffiziles Thema und weitaus schwieriger als solches für Blogs und Webseiten. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Produkte und Produktseiten ständig fluktuieren. Um dennoch eine Hilfestellung für erfolgreiches SEO bei Online-Shops zu liefern, haben wir die 11 häufigsten Fehler zusammen getragen.

1. Ihre Produktbeschreibung

Fehlt die Beschreibung eines Produktes komplett – häufig zu sehen in Online-Shops für Kleidung und Geschenke – ist es mehr als unwahrscheinlich, dass die Produktseite bei der Google-Suche in den oberen Ergebnissen auftaucht. Dabei haben Produktseiten viel mehr Potential!

Um herauszufinden, wie viel Unique Content benötigt wird, kann man beispielsweise einmal alle Worte zählen, die standardmäßig auf einer Blanko-Produktseite vorkommen – in der Navigation und Sidebar, im Footer, in Textabschnitten usw. Nun wissen Sie: Diese Wortanzahl muss ich bei der Erstellung des Unique Content übertreffen. Nur so geben Sie diesem mehr Gewicht.

Nun könnte man annehmen, umso mehr Unique Content man erstellt, desto besser. Dies ist allerdings nur die halbe Wahrheit, denn man sollte zusätzlich beachten, dass die Texte auch qualitativ so hochwertig sind, dass sie dem Kunden helfen, sich für ein Produkt zu entscheiden. Zudem dürfen Sie keinesfalls den Fehler begehen, die Produktbeschreibungen einfach von anderen Online Shops zu kopieren! Google wird Sie dafür Ihre Seite minderwertiger einstufen. Mehr dazu unter Punkt 2.

Um das richtige Maß an Unique Content für Ihren Online-Shop herauszufinden, kann es helfen, einen Testlauf zu starten: Variieren Sie die Wortanzahl auf Ihren Produktseiten und analysieren Sie, wie sich die Änderungen auf Ihre Konvertierungsrate auswirken.

2. Die Produktbeschreibung des Herstellers übernehmen?

Ja – wenn Sie gern vollständig von Google verbannt werden möchten. Denn diese vorgefertigten Beschreibungen werden meist an alle Shops verteilt, die die Artikel des Herstellers vertreiben. Viele dieser Shops begehen den Fehler, vor dem wir sie mit dieser Zusammenstellung bewahren möchten – sie veröffentlichen die vorgefertigten Produktbeschreibungen ohne jede Änderung. Das Ergebnis sind viele Seiten mit Non Unique Content, die Google entweder niedrig rankt oder gar komplett aus den Suchergebnissen ausschließt. In der Unterscheidung zwischen Unique und Non Unique Content ist Google in den letzten Jahren immer besser geworden – schließlich liegt das auch in seinem Interesse.
Schade um die Produktbeschreibungen des Herstellers ist es jedenfalls nicht. Denn ehrlich gesagt: Sie sind meist ohnehin nicht sonderlich verkaufsfördernd.

Folgen Sie also einer einfachen Regel: Erstellen Sie selbst Unique Content für Ihre Produktseiten. Dies mag eine entmutigende Aufgabe sein. Daher ziehen Sie ruhig in Betracht, Seiten, für die Sie keinen Unique Content erstellen möchten oder können, mit dem Meta Tag “No Index” zu versehen, so dass Google diese Seiten nicht indexiert. Dies ist natürlich vor allem sinnvoll, wenn Sie eine sehr große Anzahl an Produktseiten haben, oder aber, wenn es solche gibt, die ohnehin bald offline genommen werden.

Es ist besser, nur wenige Produktseiten mit Unique Content zu haben, als gar keine. Denn andernfalls sähe es für Google so aus, als hätten Sie viele hundert oder sogar tausende einfache Seiten erstellt, nur um Traffic zu generieren – und welche Folgen das haben kann, wurde ja bereits erwähnt. Also setzen Sie lieber auf langsames, aber dafür natürliches Link-Wachstum.

3. Die Produktrezensionen

Etwa 70% aller Käufer treffen ihre Kaufentscheidung erst, wenn sie sich in Online-Shops oder Foren Rezensionen anderer Kunden angesehen haben. Das bedeutet für Sie einen enormen Verlust an potentiellen Kunden, wenn Sie nicht darauf achten, ebenfalls Rezensionen zu Produkten vorhalten zu können. Außerdem erreichen Rezensionen eher ein hohes Ranking als reine Produktseiten.

Durch (echte) Produktrezensionen haben Sie gleich mehrere Vorteile gegenüber Ihren Konkurrenten: Kostenloser Unique Content und eine lebendige Seite, die im Suchmaschinen-Ranking immer wieder nach oben rutscht, und so gleichzeitig aktuell bleibt.

4. Produktseiten auf Suchmaschinenkriterien hin optimieren

Bei der Erstellung von Überschriften, Produktnamen und -beschreibungen sollten Sie darauf achten, häufig frequentierte Suchbegriffe mit einzubeziehen, um nicht Gefahr zu laufen, an den Interessen der potentiellen Kunden vorbei zu planen. Überprüfen und optimieren Sie also Ihre Titel und Texte, Bildunterschriften und -namen dergestalt, dass genau die Suchbegriffe darin auftauchen, die für Ihr Unternehmen und Ihre Branche relevant sind.

Hier sind eine zusätzliche Hinweise zur Optimierung von Produktseiten:
Verwenden Sie Modellnummern und Markennamen in Ihren Seitentiteln und H1-Überschriften.
Denken Sie daran, die Image Alt Tag Information auszufüllen!
Stopfen Sie Ihre Produktseiten nicht damit voll, die Suchmaschinenbegriffe ständig zu wiederholen.
Verwenden Sie keine iframes, um Inhalte darzustellen.
Versichern Sie sich immer mehrmals, ob Ihr Content tatsächlich dort ist, wo er hingehört.

5. Non-Unique Titles

Ein Problem, welches viele (vor allem große) Online-Shops haben, sind Title Tag Duplikate. Es ist schwer, ausschließlich Unique Title Tags aufweisen zu können, wenn Sie eine große Bandbreite an Produkten haben oder sehr viele Produkte ein und der selben Marke verkaufen. Sie werden zwangsläufig Ihre Schlüsselbegriffe häufig wiederholen, was natürlich wiederum Google auffällt.
Achten Sie daher besonders darauf, dass Ihre Title Tags unique sind, und vermeiden Sie identische Werte. Bei vielen Produkten bzw. einem breiten Angebot aus dem Sortiment einer Marke: Konzentrieren Sie sich auf Unique Key Phrases.

Die meisten Online-Kunden suchen eher nach Begriffskombinationen statt einzelnen Worten. Daher hat sich die so genannte Brand-Model-Title-Tag als sehr hilfreich erwiesen: Ihr Title Tag sollte immer in der Form “Marke – Modell – Artikelnummer” strukturiert sein.
Um die richtigen Key Phrases festzulegen, können Sie eine Kundenumfrage starten, in der Sie Ihrer Kunden auffordern, deren favorisierte Produkte kurz zu beschreiben. So sehen Sie, welche Begriffe Ihre Kunden (und damit vermutlich auch andere Nutzer) verwenden und können mit den von Ihnen gewählten Title Tags vergleichen.

6. “Sprechende” URLs

So genannte “sprechende” (oder “keyword-freundliche”) URLs bestehen aus Begriffen wie dem Produktnamen, Hersteller, der Marke oder Ähnlichem.
Sie weiß der Nutzer, der auf diesen Link stößt, was ihn beim Öffnen der Seite erwartet – es wirkt seriös und ist ein kleiner “Service” gegenüber des potentiellen Kunden.

Da diese URLs natürlich attraktiver sind und häufiger angeklickt werden, sollten Sie für jede Ihrer Produktseiten solch eine sprechende URL anlegen. So können Sie sich sicher sein: Für die Suchmaschine sind Sie mit solchen Links unique und damit bevorzugt.

Darüber hinaus sollten Sie die (z.B. durch Ihre Kundenbefragung) herausgefundenen, wirklich relevanten Keywords in den Linktext Ihres Produktlinks einfügen, um die Verbindung zu Ihrem Unternehmen herzustellen, falls der Link sich verbreitet. So generieren Sie Backlinks, die Sie im Suchmaschinenranking aufsteigen lassen.

7. Duplikate

Als Duplikat oder “Duplicate Content” werden mehrere nahezu gleiche Dokumente unter verschiedenen URLs bezeichnet.
Alles, was Duplikate liefert – Archive mit diversen Sortierungselementen, Tags, Tracking-Parameter, gleiche Produkte in verschiedenen Kategorien – sollte nicht von Google indexiert werden und muss daher z.B. mit robots.txt gesperrt werden. Denn dass Google nicht zögert, Seiten abzustrafen, die viel Non Unique Content haben und allgemein unnatürlich aussehende Links fabrizieren, ist nunmehr hinlänglich bekannt.

Um die Anzahl an Duplikaten zu reduzieren, lässt sich aber noch mehr tun:
“Canonical Tags” verwenden, um bei Produktseiten, die notwendiger Weise mehrfach existieren, der Suchmaschine anzuzeigen, dass es nur eine originale Seite gibt und die anderen nicht indexiert werden sollen (z.B. wenn das gleiche Produkt in mehreren Kategorien auftaucht)
No-Follow-Tags verwenden, um der Suchmaschine anzuzeigen, dass nur die originale Seite gefunden werden soll und die Duplikate kein “Spam” sind

Wie man den Umgang mit Produktseiten falsch angeht, bewiesen die Konkurrenten des Online-Technikhändlers redcoon.com – und bekamen diesen Fehler hart zu spüren.
Wohl wissend, dass die meisten Online-Shops ihre Produktbeschreibungen schlicht von Konkurrenten kopieren und ungelesen übernehmen, fügte redcoon.com in seine Produktbeschreibungen unauffällig den Satz ein: “Der schlaue Kunde weiß: redcoon.com ist besser!”

Diverse Konkurrenten übernahmen die Texte ungelesen – inkl. der Werbung für redcoon. Der Trick wurde im vergangenen Jahr bekannt – und noch heute finden sich in manchen Shops genau jene Produktbeschreibungen.

Geklaute Produktbeschreibung

8. Bilderoptimierung

Online-Shops haben immer Produktfotos von jedem einzelnen Produkt und bieten dem Kunden diese meist auch in verschiedenen Ansichten. Pro Produkt kommen so also einige Fotos zusammen, so dass sich insgesamt eine sehr große Menge an Bildern ansammelt.

Diese sollten optimiert werden, um die Ladezeit der Seiten zu verringern – und natürlich auch, um die Bilder besser in der Google-Bildersuche zu platzieren. So ist es möglich, weitere Besucher zu generieren, die entsprechend auch zu Kunden werden können.

Doch wie lassen sich Bilder für Suchmaschinen wie Google und Bing optimieren? Was ist nötig? Im Folgenden haben wir für Sie die wichtigsten Maßnahmen zusammen gestellt, die Ihnen bei der Beantwortung dieser Fragen helfen werden.

Bilder benötigen ebenso wie Produktseiten Keywords. Benennen Sie die Bilder mit der genauen Bezeichnung des Produkts inklusive Markennamen. Bei mehreren Bildern sollten die Produktfotos nummeriert werden.
Nutzen Sie Alt Tags und Title Tags, um weitere Keywords unterzubringen.
Achten Sie darauf, dass die Abmessungen der Bilder nicht zu klein, aber auch nicht zu groß sind. Faustregel: Mindestens 320, jedoch maximal 1280 Pixel pro Kante.
Das Bilderformat kann auch wichtig sein: Entscheiden Sie sich zwischen dem JPG- oder dem PNG-Format für Ihre Produktbilder, um gute Ergebnisse erzielen zu können.
Die Dateigröße sollte ebenfalls beachtet werden. Versuchen Sie, diese so klein wie möglich zu halten. Das verkürzt wiederum die Ladezeiten.

Vernachlässigen Sie nicht die Umgebung Ihrer Produktbilder! Auch auf der Produktseite an sich sollten genau die Keywords auftauchen, mit denen das Bild bei Google & Co. rankt.
Ebenso sollte der Title Tag derjenigen Seite, auf der das Bild eingebunden ist, diese Keywords enthalten.

Die Optimierung von Bildern im Sinne des SEO ist nicht schwierig und kann sehr effektiv sein. Nicht nur, dass man über die Google Bildersuche neue Besucher erhält, die zu Kunden werden können. Auch die Ladezeiten verbessern sich mit optimierten, also komprimierten Bildern, was wiederum zu einer verbesserten User Experience führt.

9. Interne-Verlinkung

Die interne Verlinkung ist ein wichtiges Werkzeug des SEO und sollte auch von Online-Shops genutzt werden, um die Link-Kraft zu verteilen und Unterseiten wie Produkte, die weniger Backlinks erhalten, besser ranken zu lassen. Die Interne Verlinkung beginnt schon auf der Startseite und geht bis in die tiefen Strukturen des Online-Shops hinein. Interne Links sind zudem nicht nur für SEO gut, sondern auch für das Führen des Benutzers durch die Strukturen des Online-Shops.

Beispielsweise können Sie verlinken zu…
ähnlichen Produkten
kompatiblen Produkten
verwandten Kategorien
Produkten des gleichen Herstellers
Produkten, die auch andere Kunden kauften
Zubehör und Ersatzteilen

Es gibt noch viele andere Möglichkeiten, die interne Linkstruktur aufzuwerten und sowohl für Besucher als auch Suchmaschinen zu verbessern. Der Vorteil ist, dass Sie den Besucher durch Ihren Online-Shop führen können und Suchmaschinen eventuell sogar neue Seiten zeigen, die sich noch nicht im Suchmaschinenindex befinden.

10. Der PageSpeed

Von vielen Shopbetreibern kaum beachtet, aber dennoch ein Rankingfaktor, welcher immer mehr an Bedeutung gewinnt: Der PageSpeed. Gerade in Online-Shops mit vielen Unterseiten, Texten, Bildern, Scripten und sehr langen Keywordkombinationen kann es sich rentieren, den PageSpeed zu optimieren.

Maßnahmen, die zu einer Verbesserung des PageSpeed führen, sind unter anderem die Optimierung des HTML-Quellcodes, der Stylesheets, der Bilder, der Javascripte.
Google selbst hat dafür sogar ein Tool herausgebracht: PageSpeed Online. Damit lässt sich der PageSpeed kontrollieren und optimieren, denn die Suchmaschine gibt Insider-Tipps zur Verbesserung des PageSpeed-Score (einem Wert zwischen 0 und 100).

Darüber hinaus bietet Google PageSpeed als Browser-Erweiterung an, mit der man sogar noch einen Schritt weiter gehen kann: Hier gibt nicht nur einfache Tipps zur praktischen Umsetzung, sondern bereits optimierte Dateien. Sprich: Sollte Google feststellen, dass ein Bild noch über Optimierungspotential verfügt, wird dieses sofort lokal erstellt und lässt sich anschließend speichern und hochladen. Die Browser-Erweiterung für Google PageSpeed nimmt dem Shopbetreiber also eine Menge Arbeit ab.

11. Google Produktsuche

Wichtig für Online-Shops ist die Eintragung in die Google-Produktsuche, auch wenn diese mittlerweile kostenpflichtig ist und pro Klick abgerechnet wird. Trotzdem lohnt sich die Eintragung zumeist, denn durch die Einbindung der Produkt-Boxen, in denen Ihr Shop aufgeführt werden kann, gelangen mehr tatsächlich interessierte Nutzer in Ihren Online-Shop und können auf einfachem Wege konvertiert werden.

Ob Sie sich auf die Optimierung von Produktseiten, Links, Bildern oder der Produktsuche konzentrieren – bei allen wohl überlegten Maßnahmen und Versuchen, Fehler zu vermeiden, gilt der Grundsatz: Was gut für Ihre Kunden ist, weil es den Online-Shop leichter bedienbar, übersichtlicher, einfacher, einzigartiger macht – das ist auch gut für Ihr Google-Ranking. Und zufriedene Kunden bringen nicht nur Geld und guten Ruf – sondern auch qualitativ hochwertige, natürliche Links.



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